20 Jahre Quo Vadis-Klettercup
15.06.2026
Eine Outdoorveranstaltung ist immer auch wetterabhängig. Und siehe da: In guter Cuptradition zeigte sich der Samstag gnädig. Nein, sogar besser: Jubiläumswetter! Am Samstag, dem 06. Juni fand am Kletterbunker des SVGO in Gröpelingen der diesjährige Quo Vadis Klettercup statt. Über 80 TeilnehmerInnen hatten sich angemeldet.
Sie teilten sich wie folgt auf die Startkategorien auf:
Flinta 19 Personen
Open 40 Personen
KIDS: 21 Personen
Das Cupshirt war im Retro-Style in einem leuchtenden Quo Vadis- Gelb gehalten – genauso wie beim ersten Klettercup am SVGO-Kletterbunker.
Doch der Reihe nach: In den letzten Tagen und Wochen hatte das tolle Schrauberteam Toprope-Qualifikationsrouten (UIAA 5+ bis 8 -) für die TeilnehmerInnen geschraubt, dazu je eine Vorstiegs-Qualifikationsroute für Herren/OFFEN (8+) und FLINTA (8+). Auch dieses Mal war ein Quali-Boulder im Grad 6- dabei. Als Finalrouten gab es zwei Vorstiegsrouten (Vorstieg, UIAA 8+) für FLINTA & Herren/OFFEN.
Für die Kids (Jahrgang 2012 und jünger) hatte das Team drei Toproperouten (UIAA 5, 6 und 7) an die Wand gezaubert. Und eine Kinderfinalroute im Grad 8-, die ebenfalls im Toprope geklettert wurde. An dieser Stelle einen großen Dank an alle Schrauber.
Gegen 10 Uhr begrüßten Moderator Folkert Lenz und Frie Duensing alle Teilnehmer und Zuschauer. Fast alle StarterInnen kamen aus Bremen oder Umland. Der südlichste Starter war aus Freiburg angereist.
Beim Kinderfinale starteten die 14 TeilnehmerInnen. Gefordert war eine schwere Route 8 Grad. Schon in der Qualifikation war deutlich geworden, wie stark die Kids auch dieses Jahr waren. Gleich sechs schafften es bis zum Top. Gerade der Übergang von der Wand in die Platten mit einem leichten Überhang stellte sich als „kasus knaktus“ der Tour dar. Bewundernswert – wie auch die noch etwas kürzer gewachsenen Kids an dieser Längenstelle zu Lösungen kamen. Letztendlich entschied nur die Zeit über die Finalplatzierung. Johanne Gronemannbot mit beeindruckenden 1:36 Minuten die schnellste Zeit, gefolgt von Paul Osmer mit starken 1:42 Minuten und Emil Bartels mit ebenfalls starken 2:17 Minuten.
Bei der sofort anschließenden Siegerehrung freuten sich die drei Kids über wertvolle Sachpreise von OCUN, CAMP und Quo Vadis. Aber wie immer gab es auch für die anderen teilnehmenden Kinder schöne Preise.
Nach der Quali stand das Finale bei Flinta und den Erwachsenen fest. Die StarterInnen der beiden Finals begannen abwechselnd. Das Schiedsgericht bildeten wie schon so oft Calli und Ruth, die penibel jeden gehaltenen Griff notierten. Auf Grund der Leistungsdichte wäre eine Zeitnahme in beiden Finals sinnvoll gewesen. Dadurch kam es bei den Open durch Amelie Zgonc, Sascha Weis und Stephan Krämer zu drei ersten Plätzen. In der Kategorie FLINTA siegte Maren Umer, die Plätze zwei und drei teilten sich Merete Middeldorf und Miriam Schiff.
Obwohl es ein Spaß-Wettbewerb ist, war das Niveau durchweg gutklassig. Die Routen waren anspruchsvoll und selektiv. Abschließend möchte ich mich bei allen Helfern bedanken, die wieder dazu beigetragen haben, dass auch nach 20 Jahren Quo Vadis-Klettercup es immer wieder schön ist.